Burnout Syndrom - Diagnose und Möglichkeiten der Therapie

Wer hat sich nicht schon einmal ausgelaugt und erschöpft gefühlt? Vor allem Berufstätige, die intensiv mit anderen Menschen in Kontakt kommen, wie Pflegekräfte, Lehrer und Erzieher, sind von diesem Gefühl der inneren Leere betroffen. Wenn du nicht zu diesen Berufsgruppen gehörst und dich trotzdem häufig extrem erschöpft fühlst, werden sicher andere belastende Faktoren zu finden sein. Dazu gehören beispielsweise Eheprobleme, Trauerfälle oder sogar Mobbing am Arbeitsplatz. Besonders Personen, die hohe Ansprüche an sich selbst stellen, geraten schnell in ein Hamsterrad aus selbst auferlegten Pflichten und von außen an sie herangetragene Wünsche, die nicht mehr unter einen Hut zu bringen sind. Es entsteht ein Gefühlt der Unzulänglichkeit und des Scheiterns, welches nicht durch simple Lösungsansätze aus der Welt zu schaffen ist. Wenn du an diesem Punkt angelangt bist, leidest du wahrscheinlich unter dem Burnout Syndrom.
Geschäftsfrau leidet an einem Burnout Syndrom

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Burnout?

Die deutsche Übersetzung „ausgebrannt“ trifft den mentalen und körperlichen Zustand eines Betroffenen auf den Kopf. Du fühlst dich nicht nur kraftlos, du bist es tatsächlich. Deine Antriebslosigkeit ist im wahrsten Sinne des Wortes fehlendem „Treibstoff“ zuzuschreiben. Denn ein Burnout ist keine plötzlich auftretende Krankheit wie eine Infektion, sondern ein Prozess. Ein Burnout wird durch jahrelangen Kräfte-und Energieverschleiß verursacht, der sich nicht einfach dadurch beheben lässt, dass du einfach mal „ausspannst“ und Urlaub machst. Der Zustand körperlicher, emotionaler und psychischer Erschöpfung, der einen echten Burnout kennzeichnet, ist so gravierend und fundamental, dass es trotz vierzigjähriger Forschung auf diesem Gebiet kein Patentrezept für die Überwindung dieser Erkrankung gibt.

Zu den Symptomen eines Burnouts zählen:

  • Versagensängste
  • Mutlosigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Erschöpfung
  • Gefühl der Leere
  • Abnehmende Leistungsfähigkeit
  • Physische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Verspannungen und Bluthochdruck

Eine kurze Geschichte der Burnout-Forschung

In den 70er Jahren wurde das sogenannte Burnout-Syndrom erstmals von dem New Yorker Psychotherapeuten Herbert Freudenberger beschrieben. Ihm war bei der Beobachtung von Pflegekräften aufgefallen, dass die hohe Arbeitsbelastung, mit der die Pfleger konfrontiert waren, dazu führte, dass diese mit zunehmender Häufigkeit unter extremer emotionaler Entfremdung, Erschöpfungszuständen und Kopfschmerzen litten. Aufgrund dieser Entdeckungen definierte Freudenberger den Burnout als das „Nachlassen bzw. Schwinden von Kräften oder Erschöpfung durch übermäßige Beanspruchung der eigenen Energie, Kräfte oder Ressourcen.“
In den 80er Jahren entwickelte die Sozialpsychologin Christina Maslach ein 3-Stufenmodell, das „Maslach Burnout Inventory“, um besser in der Lage sein zu können, einen Burnout zu diagnostizieren.
 
Nach dieser Theorie liegt die Krankheit vor, wenn:

  • Personen tiefe Erschöpfung verspüren, welche weder durch soziale noch emotionale oder körperliche Anstrengungen aufzufangen ist. Dabei handelt es sich vor allem um emotionale Erschöpfung.

  • Personen eine zynische Haltung gegenüber ihrem beruflichen Umfeld einnehmen. Unter diesem Aspekt versteht man die Depersonalisierung.

  • Personen das Gefühl haben, entweder nicht mehr leistungsfähig genug zu sein oder gar trotz enormer Anstrengungen niemals selbst gesteckte oder von außen verordnete Ziele erreichen zu können.

Falls du also seit geraumer Zeit mehr Energie verbrauchst als du dir zugeführt hast, kommt es zum „Ausbrennen“. Wenn du dich in dieser Situation einfach mit einem „Weiter so“ begnügst oder dich gar zu immer größeren Leistungen zu motivieren versuchst, treten neben dem Gefühl der Leere und Erschöpfung zunehmend körperliche Beschwerden auf. Darunter fallen vor allem Magenschmerzen, Reizdarm oder Schlafstörungen. Letztere sind für Betroffene besonders lästig, weil sie den Zustand der Erschöpfung mitunter noch verschärfen.

Der Biopsychologe Clemens Kirschbaum ist der Ansicht, dass sich die Zahl der von Burnout Betroffenen in letzter Zeit erhöht hat und führt dies auf zunehmende Arbeitsverdichtung und kurze Kommunikationswege zurück. Zudem ist der Berliner Soziologe Korczak der Ansicht, dass durch neue Arbeitsbedingungen der Druck auf Arbeitnehmer zugenommen habe. Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen geht davon aus, dass Krankheitstage aufgrund von Burnout zwischen 2004 und 2012 um das 18-fache gestiegen sein könnten. Jedes Jahr gehen Schätzungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zufolge 54 Millionen Fehltage bundesweit auf psychische Überlastung oder Burnout zurück.

Auf der Suche nach den Ursachen

Die Ursache für einen Burnout sind vielfältig und können sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld anzutreffen sein. Psychologen gehen mittlerweile davon aus, dass auch die Persönlichkeitsstruktur des Betroffenen einen Einfluss auf den Umgang mit Stress und Herausforderungen hat.


Berufliche Ursachen
  • Forderndes Arbeitsumfeld (Lärmbelastung, Hektik, unangenehme Temperaturen, langes Pendeln)
  • Konflikte mit Kollegen oder Vorgesetzten, Mobbing
  • Überforderung oder Langeweile
  • Ungenaue Arbeitsanweisungen, fehlende Ziele
  • Leistungsdruck
  • Rivalität
  • Fehlende Aufstiegsmöglichkeiten
  • Ausgrenzung
  • Kein Feedback
 
Private Ursachen
  • Finanzielle Engpässe
  • Mangelnde Vereinbarkeit von Job und Familie
  • Übermäßige Eigenverantwortlichkeit vor allem bei Selbständigkeit
  • Vereinzelung
  • Anspruchsvolle Komplexität der Alltagsorganisation
 
Persönliche Ursachen
  • Überhöhte Erwartungen an die eigene Leistungsfähigkeit
  • Hang zu Perfektionismus
  • Hohe Sensibilität
  • Geringe Frustrationstoleranz bei Enttäuschungen
  • Schwach ausgebildetes Selbstwertgefühl
  • Übermäßiger Ehrgeiz
  • Fehlende Bereitschaft, Aufgaben zu delegieren
  • Mangelnde Fähigkeit, sich selbst und anderen Grenzen zu setzen
  • ADHS-Diagnose
  • Harmoniebedürftigeit

 

Möglichkeiten der Therapie

1. Physische Einflussmöglichkeiten

Die Anzahl der Erkrankungssymptome und die Vielschichtigkeit der Ursachen lassen auf den ersten Blick eine Therapie als wenig aussichtsreich erscheinen. Ob es trotzdem gelingen kann, den hohen Grad an Erschöpfung und Mutlosigkeit zu überwinden, hängt entscheidend von der Mitwirkung des Betroffenen ab. In jedem Fall sollten körperliche Beschwerden erst einmal durch deinen Hausarzt abgeklärt werden. Dieser kann entscheiden, ob du selbst in der Lage bist, dein Verhalten zu verändern oder ob du einer gezielten Psychotherapie bedarfst. Vielen Patienten werden leichte Antidepressiva verabreicht, die schnell Wirkung zeigen. Antidepressiva aus der Gruppe der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer verstärken den Effekt des Botenstoffes Serotonin, welcher bekanntermaßen als Glückshormon bezeichnet wird. Durch die Einnahme von Medikamenten wird dein Gehirn also von außen beeinflusst. Für viele Patienten ist dies eine große Hilfe, da sich die Antriebslosigkeit durch die Einnahme von Antidepressiva verflüchtigen kann. Doch gerade weil Medikamente keine Verhaltensänderung herbeiführen, kann der Schein einer Verbesserung häufig trügen.

2. Entspannungsübungen und Sozialkontakte

Die physische Behandlung der körperlichen Symptome eines Burnouts ist nicht zu vernachlässigen. Viel wichtiger ist jedoch die gezielte und permanente Änderung desjenigen Verhaltens, welches dich in den Burnout getrieben hat. Für kurzfristige Abhilfe können schon neue Hobbys oder Entspannungstechniken sorgen. Dazu eignet sich leichte sportliche Betätigung wie z.B. Yoga. Meditationen, Autogenes Training oder ein Persönlichkeitscoaching mit dem Ziel, deine tatsächlichen Stärken zutage zu fördern, sind andere Möglichkeiten, mit denen du dich zügig aus deinem Leistungstief befreien kannst. Viele Menschen erreichen schon erhebliche Verbesserung, indem sie sich zugestehen, einfach sie selbst sein zu dürfen. Viel Schlaf und mehr soziale Kontakte verändern nicht nur dein Bild von der Welt, sondern ermöglichen es dir, dich selbst anders wahrzunehmen.

3. Perspektivwechsel

Was dich aber letztendlich wirklich aus deiner grauen, negativen Welt rettet, ist deine Sichtweise. Die Bekämpfung eines Burnouts scheitert in vielen Fällen nicht daran, dass du falsche Tabletten nimmst oder deine Freunde zu selten triffst. Dein Mind-Set behindert dich. Bist du angewiesen darauf, dass dich dein Chef für deine Arbeit lobt, was er nicht tut? Vergiss es! Du weißt selbst am besten, was du kannst. Werden von außen Erwartungen an dich herangetragen, die du entweder nicht erfüllen möchtest oder denen du aufgrund von Zeitdruck nicht gerecht werden kannst? Sage freundlich, aber bestimmt: Nein, danke! Hast du das Gefühl, dass du mit Menschen Zeit verbringst, die Dinge von dir verlangen, die nicht dem entsprechen, was du für richtig hältst? Verzichte auf den Kontakt mit ihnen – oder, wenn es sich um Familie oder Kollegen handelt: Reduziere diese Kontakte. Sei dir bewusst, wer und was dir schadet und meide es.

FAZIT

Wer sich langfristig nicht nur aus dem Burnout herauskämpfen, sondern vermeiden will, wieder in den selben Trott zu geraten, muss sich selbst und sein Handeln in der Welt aus einer neuen Perspektive wahrnehmen. Denn eine ungesunde, auf die Außenwelt gerichtete Sichtweise hat überhaupt erst zu deiner Krise geführt. Wenn du mit dir selbst und deinen Wünschen in Einklang lebst, wird das dein Umfeld bemerken und sich dir gegenüber anders verhalten. Wichtig ist, bei allen Schwierigkeiten - seien sie finanzieller, persönlicher oder beruflicher Natur - immer daran festzuhalten, dass du dein Leben für dich selbst lebst – nicht um anderen zu gefallen!

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